Mein Leben in Thailand

Insgesamt war ich über 2 Monate dort. Manchmal nervte der Regen wenn es 24 Std.oder länger durchgeregnet und gewittert hat, aber das war wirklich das Einzige, ok und die Mücken, die werde ich auch nicht vermissen, dass was gegen die Biester irgendwie hilft ist es mehrmals täglich in Anti-Mücken-Spray “zu baden”. Ansonsten habe ich das Leben dort in vollen Zügen genossen. Der Job hat wirklich Spass gemacht und es war spannend so viele Leute aus den verschiedensten Nationen kennen zu lernen. Und da wir dort wirklich nur eine kleine Community waren, so ca. 15-20 Gäste im Schnitt, hatte man auch die Zeit die Leute etwas näher kennen zu lernen. Es waren zum Beispiel zwei Mitglieder einer Londoner Band dort, die, bevor die grosse Tour startete, nochmal ein bisschen Kraft und Energie tanken wollten. Vor allem hatten wir viele Backpacker und allein Reisende dort, und ich fand es einfach toll, dass alle hier sofort Anschluss gefunden haben, und keiner alleine geblieben ist. Ich glaube das gibt so ein Ort wie dieser einfach her. Alle sind aus den selben Gründen dort, Yoga, Entspannung, den Kopf frei bekommen, einige überlegen wie ihr Leben zu Hause beruflich und/oder privat weiter gehen soll etc. Wirklich spannend die einzelnen Prozesse mitzuerleben.
Ich kann immer wieder davon schwärmen wie nett alle waren. Einige die vorher schon in Thailand waren und mit denen ich mich die letzten Jahre ausgetauscht habe, sagten mir immer, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen, als Frau alleine in Thailand zu reisen wäre überhaupt kein Problem, aber trotzdem hat mir irgendwie immer der letzte Mut gefehlt es wirklich zu machen. Und jetzt kann ich nur das Selbe sagen, für all diejenigen, die gerne mal nach Thailand wollen, denen aber der richtige Reisepartner fehlt, denen kann ich nur ans Herz legen, zögert nicht länger sondern macht euch alleine auf den Weg! Es ist wunderschön und das Land ist gerade durch seine lieben, netten und hilfsbereiten Landsleute so toll! Also macht euch auf, plant euren Trip für die Highseason, ihr verpasst was, wenn ihr es nicht tut! Ich bin zum Beispiel  mit dem Roller zum Markt gefahren, man braucht ungefähr 20-30 Minuten dahin. Alle die mir auf den Rollern entgegen kamen, lachten mir freundlich zu. Die Feldarbeiterinnen winkten mir mit ihren Palmwedeln zu und riefen mir “Sawasdeeh kha” hinterher, da kann man gar nicht anders als gut gelaunt zu sein! Dann habe ich auf dem Markt ein kleines Kätzchen gefunden was ich kurz entschlossen mit zum Resort genommen habe. Ich stand jetzt also mit meinem Roller am Strassenrand, an beiden Lenkern schwere Tüten mit Obst und Gemüse das Kätzchen in meiner Jacke, und ich bekam den Roller nicht direkt ans Laufen, schon stand ein Thai neben mir, der mir half den Roller anzumachen. Ohne Worte, ohne einmal den Blick zu heben ist sofort jemand da. Ich kann mich noch daran erinnern , dass ich vor einigen Jahren an einer grossen Kreuzung mit meinem damaligen Auto liegen geblieben bin. Meine Ma und ich sassen alleine im Auto und es sprang einfach nicht mehr an. Was machen die Deutschen? Hupen natürlich und sich aufregen, gross glotzen und dran vorbei fahren. Bis dann ein ganz netter, farbiger, Geschäftsmann, der ein wichtiges Telefonat auf seinem Handy hatte, stehen blieb und telefonierender Weise mein Auto auf die Tankstelle schob, die nur ein paar Meter entfernt war. Keiner derjenigen die tankten kam auf die Idee uns zu helfen…, so viel zum Thema Empathie und Hilfsbereitschaft. Vor kurzem ist das Portemonai einer unserer Gäste am Wasser weggespült worden, alle Karten, alles weg. Eine Woche später spuckte das Meer alles wieder am Strand aus. Ein Einheimischer fand sämtliche Karten etc., und fuhr von einem Hotel zum nächsten, bis er zu uns kam und wir ihm bestätigten das die Besitzerin der Karten bei uns gewohnt hat…. Und was ich ganz besonders süss finde, in Phuket ziehen die Einheimischen den Strassenhunden “im Winter” T-Shirts an, damit die Hunde nicht frieren, ist dass nicht herrlich?
Ansonsten war es einfach nur schön abends im Bett zu liegen und den Wellen zu zuhören. Dort gab es wunderschöne Schmetterlinge in den verschiedensten Grössen und Farben, habe ich zuvor noch nie gesehen, leider bin ich mit meiner Kamera immer zu langsam, so dass ich keine Fotos von Ihnen machen konnte. Dann flogen einem abends die Fledermäuse um die Ohren und die Geckos machten undefinierbare Geräusche. Ich duschte abwechselnd mit einer riesen Spinne die ein weisses Bein hatte oder mit einem riesigen 1000 Füssler. Ich bin angekommen, im Paradies…. 🙂

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesüchtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen möchtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

Ein Gedanke zu „Mein Leben in Thailand“

  1. Wie immer schön von dir zu lesen, am schönsten der Part mit den Hunden im T-Shirt, davon hätte ich auch gerne mal ein Bild 🙂
    Schreib weiter meine Süße, ich sauge alles artig auf und freue mich auf mehr. :-*

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