Ab auf die Matte – Yoga-Stile erklärt

Egal ob Du einen Kurs besuchen möchtest, oder für dich zu Hause praktizieren möchtest, in meinem folgenden Artikel erkläre ich dir, wie du den richtigen Yoga-Stil für deine Ziele findest…Bevor ich anfange möchte ich dich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich der Meinung bin, dass es immer am Besten ist, Yoga erstmal von einem erfahrenen, qualifizierten Yogalehrer in einem Anfängerkurs zu praktizieren, um die Asanas zu verstehen und zu spüren wie sie sich anfühlen sollten, bevor man selbst zu Hause anfängt zu praktizieren. Denn wenn man Yoga falsch ausübt, kann es mehr Schaden anrichten, als dass es dir hilft, und das wäre zu schade und auch zu gefährlich. Also bitte starte nicht zu Hause mit irgendwelchen You Tube Channels oder Video Anbietern, bevor Du nicht weisst, welche Körperteile in den einzelnen Asanas mit beansprucht werden sollen. Ok, genug gepredigt, lass uns mal schauen was ich zu dem Thema alles zusammen getragen habe:

Anfängerglück

Ich finde das einige Yoga-Formen sich besonders gut für Einsteiger eignen, zum Beispiel Iyengar Yoga, da hier in einem langsamen Tempo in die Ausrichtung gegangen wird. Wenn Du detailverliebt bist und du gerne tief in die Dehnung gehst, ist diese Yoga-Art mit Sicherheit die richtige für dich. Oder Sivananda Yoga, hier wiederholt man die einzelnen Asanas 3 Mal hintereinander und spürt dann kurz in Shavasana nach, bevor man die nächste Asana angeht. Wenn Du eine größere Herausforderung suchst ist Ashtanga Yoga, oft auch als „Power Yoga“ betitelt, dass richtige für dich. Die dynamischen, fließenden Sequenzen und athletischen Positionen bauen Kraft auf, fördern die Gelenkigkeit und die Balance.

Den richtigen Kurs finden

Hatha Yoga

Hatha Yoga bedeutet ja nichts anderes als körperliches Yoga, es sagt noch nichts über Yoga-Form ansich aus. Ich finde es immer wieder amüsant, wenn mich jemand fragt, was ich denn beruflich mache, und ich dann antworte das ich selbstständige Yogalehrerin bin, dann bekomme ich oft zu hören „Yoga habe ich auch eine ganze Zeit „gemacht““, wenn ich dann frage, welches Yoga praktiziert wurde kommt oft die Antwort“Ich glaube das was Hatha Yoga.“ 🙂 Streng genommen beinhaltet Hatha Yoga alle Yoga-Formen die mit Bewegung zu tun haben. Also Ashtanga, Iyengar, Sivananda, Vinyasa ist alles HATHA YOGA… Oftmals bieten Turnvereine oder Volkshochschulen Hatha Kurse an, dies bedeutet dann das in diesen Kursen die grundlegenden Positionen geübt werden. Nach dem Aufwärmen werden eine Reihe von Asanas praktiziert, die Stunde endet meist mit einer Endentspannung. Die Asanas werden lange gehalten, sodass es der oerfekte Ausgangspunkt für Anfänger ist, denn hier findest Du die Zeit, die Positionen kennenzulernen. Hier hast Du die Zeit die Position für dich zu entwickeln, bevor es mit einem schnelleren Tempo weiter geht, wie zum Beispiel bei einem Vinyasa Kurs, wo die Stunde größtenteils aus Flows besteht.

Vinyasa Yoga

Falls Du mehr dazu lesen möchtest, dann lies doch den Gastartikel von Kathi zum Thema Vinyasa It´s all about the Flow – Vinyasa Yoga

Iyengar Yoga

Von BKS Iyengar entwickelt, fokussiert sich diese Yoga Art auf die korrekte Ausrichtung und kü,,erst sich mit akribischen Details darum, in die richtige Position zu gelangen. Das Tempo ist langsam und die Vorgehensweise ist streng. Vor kurzem war ich bei einer Iyengar Probestunde, nun ja, was soll ich sagen, man muss es mögen. Die Lehrerin war sehr streng, ich fand ohre Ansagen teilweise wirklich schwierig, weil es auf mich fast so wirkte, als ob sie die einzelnen Schüler vor der gesamten Klasse eher bloß stellte, als dass sie sie korrigierte, aber gut, jedem das Seine. In vielen Kursen werden Blöcke und Gurte verwendet, um mit der korrekten Technik die Positionen zu erreichen. Hier gibt es keine Flows, Du wirst aber feststellen wie anstrengend es sein kann eine Asana lange zu halten, körperlich und mental.

Ashtanga Yoga

Ashtanga oder Poweryoga ist ein akkurater, energiereicher Kurs, der aus einer ununterbrochenen Serie von 50 Positionen besteht, die in der richtigen Reihenfolge praktiziert werden. Es verbindet die Positionen mit der Atmung, um sich auf den Geist zu konzentrieren und den Energiefluss durch den Körper zu kontrollieren. Ashtanga basiert auf traditionellen Yogalehrern. In den 70ern wurde er von Pattabhi Jois in den Westen gebracht und durch Megastars wie Madonna oder Sting, gesellschaftsfähig. Es ist sehr Schweiß treibend und körperlich sehr fordernd. Es baut sehr viel Kraft im Oberkörper auf, fördert die Gelenkigkeit und die Balance.

Bikram Yoga (Hot Yoga)

Vor ca. 30 Jahren von Bikram Choudhury entwickelt, handelt es sich hierbei um eine weitere Form von körperlich anstrengendem Yoga. Die Kurse werden in einem bis zu 40 Grad heißem Raum ausgeführt. Die Yogaschüler absolvieren hier 26 Asanas, die wie beim Ashtanga immer in der gleichen Reihenfolge abgehalten werden. Man sagt Bikram Yoga nach, dass es reinigende und entgiftende Wirkung auf den Body und den Geist hat.

Sivananda Yoga

Dieser Stil basiert auf der Lehre von Swami Sivananda und ist eine spirituelle Praktik und auch körperliches Training. Die Yogastunde beinhaltet 12 Rumpf-Positionen, sowie auch Sanskrit-Gesänge (was hier in Europa eher weniger praktiziert wird), Atemübungen, Meditation und Entspannung. hier lernt man alle grundlegenden Asanas und Sequenzen und findet darüber hinaus viel über die Philosophie von Yoga und die Wichtigkeit von Entspannung und einer vegetarischen Ernährung heraus.

Yin Yoga

Eine Yoga Art die ich selber sehr gerne praktziere. Beim Yin Yoga geht es darum die einzelnen Positionen lange zu halten. Die Asanas sind zum Beispiel dafür gut um die Organe, wie  die Leber, die Galle oder den Darm anzuregen, oder die Hüfte zu öffnen.

Über diese Yoga Form habe ich sogar einen Workshop erstellt, den ich regelmäßig abhalte. Falls Du Interesse daran hast, schreibe mir einfach eine Nachricht, dann lasse ich dir gerne die nächsten Termine für die kommenden Workshops zukommen.

Alles Liebe,

Jenny

 

 

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesuechtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen moechtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.