Move in the right direction – after the Tragödie

Wie knüpft man an, an ein früheres Leben?
Wie macht man weiter, wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück kann. Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen, mancher Schmerz sitzt zu tief, er umklammert einen zu fest als das man ihn je wirklich verarbeiten kann.
Man ist tief erschüttert in seinem Glaubensmanifest, man kämpft und glaubt oft, den Kampf gewonnen zu haben, um dann eines Besseren belehrt zu werden.
Die Liebe kann einen in die Knie zwingen, sie zeigt dir nicht nur einmal im Leben, dass du ihr ausgeliefert bist. Lebenspläne zu entwerfen ist leider nicht jedem vergönnt. Oder doch, warte, entwerfen kannst du viel, und wünschen kannst du dir noch mehr, aber dann kommt das Schicksal und zerstört alles was du dir erträumst in kürzester Zeit. So als ob dir jemand etwas hinhält, was du gerne möchtest, um es dann mit einem lauten Lachen sich selbst einzuverleiben. Und du bist das kleine, hilflose Kind, was mit großen, traurigen Augen dort steht und zusehen muss, wie alles zerstört wird.
Und wenn du lange genug drauf gestarrt hast, ziehst du dich wie ein geprügelter Hund, mit eingezogenem Schwanz zurück und leckst deine Wunden.
So lange bis du wieder anfängst das Leben zu spüren. Du fängst an, dich wieder aufzurichten, liest Bücher und Artikel von Menschen, denen ähnliches zugestoßen ist, um dir selbst zu beweisen das es auch andere geschafft haben. Und wenn sie es gemeistert haben, dann schaffst du es auch, da bist du dir ganz sicher. Die Menschen um dich herum, die mit dir gelitten haben, die für dich da waren, als du sie am nötigsten brauchtest, haben es verdient, dass du dich zurück kämpfst. Und dann gibst du alles, du mobilisiert Kräfte von denen du nicht wusstest, dass du sie besitzt. Und du arbeitest hart an dir, dein altes Lebenskonzept passt dir nicht mehr. Du bist raus gewachsen aus deinem Beruf, aus dem was du dachtest was du wolltest.
Du probierst dich aus, findest neues Hobbys und bist so viel mutiger als vor der Tragödie.
Feiern, saufen, ablenken ist alles nicht mehr deins, dass hast du zu lange und viel zu exzessiv gelebt. Und dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Die „Freunde“ die dich nur lustig fanden wenn du betrunken warst. Das sind die, die nicht verstehen, dass du auch andere Seiten hast, dass da auch ein anderer Horizont ist und das du nicht nur das Partygirl bist, dass als letzte nach Hause geht.
Und du bist dankbar dafür, dass diese Leute sich langsam und leise aus deinem Leben verabschieden, weil du eigentlich die ganze Zeit wusstest, dass sie nicht zu dir passen. Du hattest lediglich deinen Weg verloren, weil jemand in dein Leben getreten ist, der dir den Boden unter den Füßen weggerissen hat.

Und so erfindest du dich neu und wirst immer mehr zu einer besseren Version deiner selbst.

Und irgendwann sitzt du da, denkst über dein Leben nach und spürst auf einmal, dass dein neues, harterkämptes Leben so viel besser zu dir passt, als das Alte und auf einmal überkommt dich ein wohligwarmes Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit für die Liebe und die Fürsorge die dein Umfeld dir gegeben hat. Und du begreifst, dass du nicht reicher sein könntest…

Autor: Jenny

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