My Yogi way of life

Ich freue mich unglaublich Teil des Yoga-Adventskalenders zu sein! Ein großer Dank für die Idee und die Umsetzung geht vorab schon mal an Ganzwunderbar !

Ich habe heute, passend zum Yoga Adventskalender, mal einen etwas nachdenklicheren Artikel für euch…

Ich möchte euch gerne mitnehmen, in meine Welt und euch zeigen, was für mich wichtig ist. Natürlich sind die neuesten Modetrends toll und es ist schön, wenn man sich das leisten kann, aber ist es wirklich das, was uns am Ende des Tages glücklich macht?
Wie einige von euch wissen, habe ich viele Jahre, sehr erfolgreich in der Modebranche gearbeitet. Eine Branche, die sehr auf das Äußere fokussiert ist, und wo es nur darum geht, wie die Konfektionsgröße ist, ob das Teil In oder Out ist und mit wem man sich wo blicken lässt, um gesehen. Ich habe meinen Job zwar sehr geliebt und ich bin bis heute Mode addictet, aber für mich waren immer auch andere Dinge sehr wichtig, wenn nicht sogar wichtiger. Durch das Yoga ist mein Leben erfüllt geworden. Ich habe mich schon immer für gute, gesunde Ernährung interessiert, und wie ich schon in einem älteren Beitrag erzählt habe, habe ich mit 12 Jahren aufgehört Fleisch zu Essen, da ich es nicht mochte und es für mich da auch schon keinen Sinn machte totes Tier auf meinem Teller zu haben. Desto älter ich wurde, und desto mehr ich die Zusammenhänge zwischen der Industrie und dem Leid der Tiere verstand, war für mich klar, dass ich das nicht unterstützen will und kann. Dabei ist es bis heute geblieben, 25 Jahre ohne Fleisch…

Als ich dann endlich mit Mitte zwanzig zum Yoga fand, merkte ich schnell, dass es das war, wonach ich gesucht hatte. Nämlich ein körperlicher Ausgleich zu meinem damals extrem stressigen Berufsleben. Und da ich abends nach 12 – 16 Stunden Tagen einfach nur fertig war, und keine Lust und Kraft mehr hatte, mich noch in irgendein stickiges Fitnessstudio zu stellen, kam ich irgendwann, nach langer Suche, endlich zum Yoga. Diese Verbindung zwischen Körper und Geist hat mir unglaublich gut gefallen. Ich konnte abschalten, meinen Körper stärken und meinen Geist zur Ruhe bringen, was dringend nötig war.

Mit der Zeit wollte ich immer mehr über das Thema wissen. Ich brauchte mehr Input, musste verschiedene Dinge ausprobieren, wollte wissen was Yoga noch bedeutet, etc. etc. Ich habe viele Bücher und Artikel gelesen und schnell merkte ich, dass meine Empathie, meine Liebe und mein Respekt zur Natur, zu Tieren und Mitmenschen, nicht nur da war, weil meine Eltern es mir vorgelebt und beigebracht haben, sondern weil ich wirkliches Mitgefühl empfinde. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich an einem wunderschönen Strand stehe, und die Leute dort einfach ihren Müll liegen lassen. Das ist zum Beispiel leider in Thailand sehr oft der Fall. Ich bin immer mit einer Tüte bewaffnet zum Strand gegangen, um wenigstens ein bisschen was von dem Müll einzusammeln, einige nennen das Karma-Yoga, ich nennen es eine Selbstverständlichkeit. Oder Menschen ohne Dach über dem Kopf, die draussen mit ihren Hunden in der Kälte sitzen, ich kann da nur schwer weggucken. Ich kaufe dann beim nächsten Bäcker ein belegtes Brötchen oder was zu Essen für den Hund, oder bringe beim nächsten Mal eine Decke mit oder was auch immer. Natürlich kann man da arm bei werden, wenn man durch eine Großstadt geht, und selbstverständlich muss man die Augen offen halten, ob man nur abgezockt wird, von irgendeiner Bettel-Mafia, wo die Leute abends mit einem dicken Benz an der Domplatte abgeholt werden. Aber nichts desto Trotz gibt es mir das Gefühl, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben. Ich hole zum Beispiel meine Tiere auch aus dem Tierheim, oder aus schlechter Haltung anstatt ins nächste Zoogeschäft zu gehen. Und genau das ist eben auch Yoga, Gutes tun, Mitdenken, der Natur einen guten Dienst erweisen, emphatisch sein. Mitmenschen achten, egal aus welcher sozialen Schicht sie kommen, oder welche Hautfarbe sie haben. Ein Mensch ist ein Mensch, und wir sind alle gleich. Ich lebe stets nach der Regel, behandle deine Mitmenschen so, wie du von Ihnen behandelt werden möchtest.

Und man muss auch nicht die Flugmango aus wer weiss wo im Supermarkt zu kaufen, sondern sollte das Obst und Gemüse der Saison, bestenfalls aus der eigenen Region kaufen um die lokalen Bauern zu unterstützen und die Abgase zu verringern. Ich könnte ein Beispiel nach dem nächsten bringen. Aber im Grunde genommen geht es doch darum ein gutes Leben zu leben, glücklich über das zu sein, was man hat und nicht immer nur dem hinterher zu laufen, was man nicht hat… Die eigene Gesundheit zu schätzen, und nicht erst zu merken wie toll es ist gesund zu sein, wenn es zu spät ist. Und dankbar dafür zu sein, dass es den Menschen um einem herum, gut geht. Und wenn es mal nicht so ist, dann eben auch da zu sein, in guten wie in schlechten Zeiten. Nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über…

Schaut nicht immer nur weg, sondern handelt, auch kleine Taten helfen.  In Zeiten wie diesen, wo Krieg, Terror und Anschläge fast schon an der Tagesordnung stehen, Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit, den Alltag bestimmen, sollten wir alle uns immer mal wieder in die Lage unseres Gegenübers versetzen und uns fragen, wie es sich wohl anfühlen würde an ihrer Stelle zu stehen….

AMEN 😉

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesuechtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen moechtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

2 Gedanken zu „My Yogi way of life“

  1. Liebe Jenny,

    es ist so schön, die einzelnen Beiträge des Yoga Blog Adventskalenders zu verfolgen, weil so viele unterschiedliche, aber tolle Menschen dabei sind. <3

    Besonders das hier gefällt mir "einige nennen das Karma-Yoga, ich nennen es eine Selbstverständlichkeit", denn genauso sehe ich es auch.
    An deinem Weg sieht man, dass alles möglich ist und schon kleine Schritte etwas mehr Positivität beitragen. Ich lerne das gerade auch. Es geht nicht darum, sich von heute auf morgen komplett zu ändern, sondern Stück für Stück.

    Mach bitte unbedingt so weiter, denn es braucht mehr Menschen wie dich!

    Liebe Grüße und frohe Weihnachten,
    Chrissi

    1. Liebe Chrissi,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freue mich sehr, dass mein Artikel doch berührt hat.
      Auch wenn es manchmal schwer fällt, weil nicht jeder Tag gleich ist, sollte man immer daran denken, wie man selbst gerne behandelt werden möchte, dass hilft sehr.

      Ich wünsche dir wundervolle Weihnachten, genieße die Zeit mit deinen Lieben!

      Alles Liebe,

      Jenny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.