Indien – Ein Besuch in der Geburtsstätte des Yoga

Über die Autorin:

Ich bin Anni und komme aus Hamburg. Dort habe ich mich gerade zur freien Art Direktorin/Designerin selbstständig gemacht. Eine spannende Zeit – endlich mein eigener Boss. Aber Yoga nimmt einen immer größeren Teil meines Lebens ein. Die alten Lehren des Yoga haben mich so gefesselt, dass es aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Genauso wie das Reisen, das ich einfach für ein freies Leben brauche.

Auf  Yoga Gypsy  blogge ich nun seit längerem genau über diese Themen: Yoga, Reisen, Achtsamkeit, den Umgang mit sich selbst und anderen, Backpacking und natürlich Yoga auf Reisen.

Yoga hat mich als mein stetiger Begleiter zusehends positiv verändert und dieses Wissen versuche ich nun wo es geht weiterzugeben. Und so war ich endlich letztes Jahr im Oktober in Indien und habe mich dort zum Yogalehrer ausbilden lassen.

Von dieser Reise nach Indien möchte ich dir hier erzählen….

Ich bin im Oktober 2017 einen Monat in Goa gewesen und habe mich dort zur Yogalehrerin ausbilden lassen. Mir war es wichtig meine Ausbildung in dem Land zu machen, welches uns Yoga geschenkt hat. Und ich bereue diese Entscheidung kein Stück, denn dieser Monat hat alles auf den Kopf gestellt und mich so viel näher zu mir selbst gebracht.

Generell ist in Indien alles anders als man denkt – immer. Wenn du etwas irgendwo erwartest ist es hundert prozentig nicht da und wenn du etwas gar nicht erwartest, wird es auf jeden Fall so kommen. In diesem Land braucht man als Europäer eine große Prise Humor und ein dickes Fell in Sachen Müll und Naturverschmutzung.

Dennoch sind die Menschen dort so viel ehrlicher und offener als wir es sind. Darum beneide ich sie. An materiellen Dingen gemessen haben sie dort so viel weniger, trotzdem wird dort mehr gelacht und so etwas wie Hektik scheint es dort nicht zu geben. Wozu auch bei über 30 Grad bei Tag und Nacht.

Anfang der Saison in Goa

Im Oktober ist der Monsun in Goa gerade in seinen letzten Zügen. Das heißt es schüttet noch ab und an gewaltig, so sehr wie man es hier noch nie gesehen hat. Aber bei über 30 Grad ist das alles halb so wild. Alles ist dann von rotem Schlamm bedeckt, der nach einer Stunde wieder komplett getrocknet ist.

Oktober ist der Anfang der Touristensaison dort. Alles ist im Aufbruch und wird neu aufgebaut. Als ich in Agonda Beach ankam, dachte ich ich könnte hier in den nächsten 20km Umkreis noch nichtmal mein vergessenes Shampoo erwerben. Und so war es die ersten 2 Wochen auch. Naja, Not macht erfinderisch, oder?
Aber wenig später hat sich die Hauptstraße – an der gerade mal eben zwei Autos und eine Kuh aneinander vorbei passen – komplett gewandelt. Überall haben die Anwohner Buden und sogar ganze Läden aufgebaut, um den Touristen Tücher, abgelaufene Sonnencremes und Tonnen von Shirts und Klamotten anzubieten.

Die Aufbruchstimmung nach dem Monsun ist wirklich mitreißend. Fast vergleichbar mit dem Frühling hier. Kaum zu glauben, dass alle Läden und Beach Cottages Jahr für Jahr nach dem großen Regen komplett neu aufgebaut werden.

Agonda Beach

Ich habe während meiner Ausbildung in einer Art Yogadorf gewohnt, dass aus vielen kleinen bunten Hütten besteht die rund um die Shalas errichtet sind. Überall hängen dort Hängematten in den Palmen und morgens turnen die Affen auf dem Dach herum. Einmal über die Straße gegangen und schon war ich am Strand. Die Bucht in Agonda ist noch relativ untouristisch im Gegensatz zum Nachbarort Paloem Beach. In Agonda ist die Strömung etwas stärker, aber dafür hat man meistens seine Ruhe und die vielen Beach Bars sind auch nicht so überfüllt.
An diesem Strand kann dir wirklich alles passieren. Du schaust in den Sonnenuntergang und neben dir hat es sich eine Kuhherde bequem gemacht. Wenn dann noch ein weißes Pferd an dir vorbei läuft, dann bist du in Agonda!

Agonda Beach ist eigentlich echt übersichtlich. Es gibt dort eine Hauptstraße, die ca. einen Kilometer lang ist. An dieser Straße befindet sich alles. Häuser, Läden, die eine Bar die es dort gibt und haufenweise phantastische Restaurants.


 

Indisch essen

In diesen Restaurants kannst du unglaublich gut essen und trinken zu sehr günstigen Preisen. Da es dort so viele tolle Früchte gibt kannst du jeden Morgen frisch gepressten Saft zu deinem warmen Porridge trinken. Wobei ein echter Inder morgens natürlich Curry isst.. Direkt am Meer ist der Fisch auch frisch, wobei ich persönlich keinen Fisch und kein Fleisch esse. Aber gerade auch als Vegetarier kommst du total auf deine Kosten. Am besten schmecken mir die Currys mit Spinat und Panir. Panir ist ein typisch indischer Käse, der in etwa die Konsistenz von Tofu hat, aber in einer pikanten Sauce wirklich lecker ist.
Ich bin während meiner Reise von unschönen Magenbeschwerden bisher immer verschohnt geblieben. Ich scheine da einfach Glück zu haben oder aber den robustesten Saumagen der Welt. Das einzige, worauf ich in asiatischen Ländern konsequent verzichte sind Eiswürfel (könnten aus Leitungswasser sein) und Speiseeis mit Milch.

Spontanität vs. Beachtime

Wir hatten in unserer Ausbildung wirklich nicht viel Freizeit. Das Lernpensum war unglaublich hoch. Dennoch haben wir die freien Tage gut für uns nutzen können um die nähere Umgebung zu entdecken. Mit dem Tuk Tuk kannst du dich am günstigsten voran bewegen und am spontansten, denn davon stehen meist Massen an den Straßen herum. Ich würde das Tuk Tuk jederzeit einem richtigen Taxi vorziehen. Durch das offenen Dach und die Seiten bekommst du eine herrliche Brise ab, während du an malerischen Reisfeldern vorbei fährst zum Nachbardorf.
Aber unterschätze den Verkehr in Indien nicht. Verkehrsregeln gibt es dort nicht und nah auffahren scheint ein Muss zu sein. Du wirst am Anfang wahrscheinlich das Gefühl haben alle 5 Minuten in einen Unfall verwickelt zu sein, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an den verrückten Fahrstil und kann sich etwas entspannen – versprochen!

Wenn dich das Abenteuer nicht so ruft, leg dich einfach in eine der Liegen der Strand Bars und lass dir mit einer frischen Kokosnuss die Sonne auf den Bauch scheinen. Muss auch mal sein, du hast ja schließlich Urlaub!

Ich hoffe der Beitrag von Anni über Indien hat dir gefallen und du schaust mal auf ihrem Blog Yoga Gypsy vorbei! Für mich steht jedenfalls fest, dass Indien ein ganzes Stück auf meiner Travel-Bucket-List nach oben gerutscht ist! 😊

Alles Liebe,

Jenny

 

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesuechtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen moechtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

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