Verlust

Wenn wir wirklich ehrlich und rein lieben, ist der Verlust eines geliebten Menschen oder der Verlust eines Tieres ein unfaßbarer Schmerz. Ich spreche nicht von dem Verlust, weil sich Lebenskonzepte ändern und sich dadurch Wege trennen, sondern ich spreche von dem endgültigen Verlust, dem Tod.

Der Tod bereitet mir sehr große Angst. Nicht mein eigener Tod, sondern der, der mein Leben verändern wird, weil er mir Menschen oder Seelengefährten nimmt, die ich auf immer vermissen werde. Die eine Lücke in meinem Leben hinterlassen, die nicht mehr zu schließen ist. In meinem Alter von Ende Dreißig hat man schon den ein oder anderen Menschen oder das ein oder andere Tier zu Grabe getragen. Jeder Verlust ist schwer, und jede Beerdigung hinterlässt ihre Spuren. Und ich frage mich, wann kommt der Moment, wo man jemanden nicht mehr vermisst, sondern sich liebevoll erinnert? Mit einem Lächeln im Gesicht und ohne Tränen? Oder gibt es Verluste im Leben bei denen es nie so sein wird, sondern die ein Leben lang schmerzen?

Ich habe vor einiger Zeit so einen Verlust erlitten und ich kann bis heute nicht darüber sprechen. Der Schmerz sitzt zu tief und das hinterlassene Loch ist zu groß. Natürlich ist der Tod unmittelbar mit dem Leben verknüpft, dass wissen wir alle, aber das Leben danach ist nicht mehr das, was es mal war…

Autor: Jenny

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2 Gedanken zu „Verlust“

  1. Hi Jenny, ein schöner Blogtext, den ich nachfühlen kann, da ich in ganz kurzer Zeit Bruder, Vater, besten Freund, und alle 4 Großeltern „gehen“ lassen musste. Bildlich gesehen, war die „Eltern“-Familie plötzlich weg (Ausnahme Mutter). Da ich für mich weiss, dass wir nicht wirklich sterben, konnte ich mit diesen Verlusten gut umgehen und leben. Es war eher so, dass ich dankbar war, solche Menschen in meinem Leben gehabt zu haben…und mit dem Wissen, man wird sich ja eines Tages wieder sehen.. wurde die Trauer schnell zu einem „Lächeln“…Jedoch weiß ich auch, dass ganz viele Menschen vor Trauer , Schmerz u Sehnsucht leiden, dem habe ich als Autor u Künstler ein Text gewidmet: „Sehnsucht“

    Immer wieder und nächtelang
    liege ich verloren,
    Träume schleichen an und zerren
    an mir unverfroren.

    Manchmal träume ich
    es wäre kein finsterer Traum,
    du wärst es, der mich behütet
    ja beschützt in diesem dunklen nächtlichen Raum.

    Es zieren narbentiefe Trauerschluchten
    tief in meinem Herz,
    innerlich zerrissen
    gefangen in Sehnsucht und Schmerz.
    ©Finley Jayden Dao

    Alles liebe für Dich! Herzensgrüße, Finley

    1. Lieber Finley,
      vielen Dank für deinen wunderschönen Kommentar. Ich brauchte ein bisschen Zeit um dir zu anworten, da ich von deinem Schicksal und deinen Worten sehr berührt war. Ich wünsche dir von Herzen, dass du immer mit einem Lächeln an deine Lieben zurück blicken kannst, und dass ihr euch eines Tages wieder seht.

      Alles Liebe,

      Jenny

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