Anuloma Viloma – Die Wechselatmung

Mein Atmen ist mein Lebensbegleiter. Vom ersten Schrei während meiner Geburt bis zum letzen Atemzug markiert er Anfang und Ende meines Lebens. Seit mehr als 3000 Jahren ist die Atmung eine feste Säule im Yoga. Buddha sagte einst: „So du zerstreut bist, lerne auf deine Atmung zu achten.“

Du kannst eine Zeit lang ohne Essen, Trinken oder Licht aushalten, aber ohne deinen Atem nur wenige Minuten…

Deswegen lege ich großen Wert auf die Atmung in meiner Yogapraxis und natürlich auch in meinen Stunden. Es gibt viele verschiedene Atemübungen im Yoga, aber die Wechselatmung ist eine meiner liebsten Übungen. Ich glaube meine Schüler kennen nur ganz, ganz wenige Stunden von mir, in denen sie nicht vorkommt. Ich setze die Wechselatmung meist an den Anfang einer Stunde, da man einfach dabei Abschalten kann und runter kommt und man sich danach mehr mit sich verbunden fühlt. Es gibt aber auch Stunden, in denen ich die Anuloma Viloma bewusst an das Ende der Stunde lege, als entspannten Abschluss.

Was ist die Wechselatmung?

Die Wechselatmung ist eine Form des Pranayama, der Atemtechniken im Yoga. Der Sanskritname für die Wechselatmung, Anuloma Viloma bedeutet wörtlich:

Mit dem Strich, gegen den Strich.

Diese Form des Pranayamas heißt so, weil man wechselnd durch das linke und durch das rechte Nasenloch atmet.

Wie wirkt die Wechselatmung auf meinen Körper?

Die Wechselatmung kann dir helfen, in Stresssituationen runter zu kommen, dich zur Ruhe zu bringen. Du kannst sie zum Beispiel sehr gut einsetzen, wenn du unter Angstzuständen leidest, oder um deinen Blutdruck wieder zu regulieren. Außerdem fördert sie deine Konzentration und dein Lungenvolumen und du spürst einfach dabei und vor allem auch danach, wie sich dadurch deine beiden Gehirnhälften in den Einklang bringen und ausgeglichen sind. Emotionales Ungleichgewicht wird umgewandelt in ein ruhiges Gefühl der Stärke und der Kraft.

Praktische Anleitung zur Wechselatmung

Lege Zeige,-und Mittelfinger deiner rechten Hand zwischen deine Augenbrauen.
Verschließe dein linkes Nasenloch mit dem Ringfinger und atme rechts tief für 2 Sek. ein.
Halte dann beide Nasenlöcher mit dem Ringfinger und dem Daumen für 4 Sek. geschlossen.
Atme dann 8 Sek. links ganz aus. Dann wieder links 2 Sek. ein, 8 Sek. halten, 4 Sek. rechts ausatmen.
5 – 10 Runden.

Du kannst die Zeiten nach einigen regelmäßigen Übungen steigern. Das Verhältnis sollte immer bei 1:4:2 bleiben. Zum Beispiel atmest du 4 Sekunden ein, hältst 16 Sekunden den Atem an und atmest dann 8 Sekunden aus.

Ich würde mich freuen, wenn ich dir die Wechselatmung etwas näher bringen konnte, und hoffe du probierst sie gleich aus, sie ist wirklich eine Bereicherung für jeden von uns!

Hast du auch manchmal Schlafprobleme? Du kannst deine Gedanken nicht wirklich beruhigen und liegst oft lange wach in deinem Bett? Dann schau doch mal bei meinem Blogartikel Atemübung für einen erholsamen Schlaf vorbei, vielleicht helfen dir meine Tipps ja, so dass du schneller in einen ruhigen Schlaf findest.

Alles Liebe,

Jenny

 

Autor: Jenny

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