Zeit zum Meditieren

Mittlerweile gehört es zum guten Ton in unserer Gesellschaft, ständig in Eile und gestresst zu sein. Ich kann mich davon leider nicht ausschließen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass man in der Gesellschaft, oder von seinem direkten Gegenüber als unwirklich oder erfolglos eingestuft wird, wenn man nicht total gestresst ist und kurz vor dem Burn out steht. 

Leider kann auch ich mich nicht davon freisprechen, gestresst zu sein und mir zu viel aufzubürden, dass liegt in meiner Natur. Auch bei mir kommt dadurch ehrlicherweise das meditieren oft zu kurz, aber ich merke, dass sich mein ganzer Körper danach sehnt.

Ich war gestern nach langer Zeit mal wieder bei der Thaimassage und ich habe dort gespürt wie verkrampft und wie verspannt ich bin. Normalerweise habe ich ein sehr gutes Körpergefühl, so dass ich nach den ersten Minuten der Thaimassage los lassen kann. Gestern gelang mir das aber überhaupt nicht. Mein Kopf ist so voll mit „To-Do´s“, mit Projekten die im vollen Gange sind, mit Ideen die ich umsetzen möchte, mit Themen für Blogartikel, mit der Urlaubsplanung, mit einkaufen, mit Rezepten die ich ausprobieren möchte, die ich dann wieder für meinen Blog verwenden kann etc. etc.

Du siehst, auch ich als Yogalehrerin, die es eigentlich besser wissen sollte, verfalle immer wieder in dieses Rad, dass ich lieber noch das ein oder andere erledige, anstatt meine Matte auszurollen und einfach ein bisschen zu sitzen und zu atmen und meinen Geist zu beruhigen. Denn Meditation bedeutet nicht, stundenlang im Lotussitz zu sitzen, nein, ein paar Minuten der Achtsamkeit pro Tag kann deine Leistung enorm fördern.

Yoga und Atemübungen sind dazu gedacht, deinen Geist und deinen Körper auf die Meditation vorzubereiten.

Was  genau ist Meditation?

Es gibt bei der Meditation ebenso viele verschiedene Arten wie beim Yoga. Von der Verfolgung deines Atems, über das Singen von Mantren oder das Konzentrieren auf ein Objekt, zum Beispiel die Flamme einer Kerze oder die Visualisierung eines heiligen Ortes. Ich konzentriere mich auf meine Atmung indem ich mir sage „Ich atme ein“ – „Ich atme aus“. Mich darauf zu fokussieren hilft mir die Gedanken abzuschalten und meinen Puls zu regulieren. Letztlich, egal für welche Art Du dich entscheidest, dass Ziel ist immer das Gleiche, deinen Geist zu zentrieren und zu fokussieren, um die Gedanken beruhigen. Wenn du mehr zu dem Thema Meditation wissen möchtest, dann kannst du gerne ein paar Grundlagen für deine Meditation in einem meiner Blogartikel nachlesen.

 

Warum solltest du meditieren?

Meditation vermindert Stress, Launenhaftigkeit und Überforderung. Sie klärt deinen Geist, deine Gedanken und bringt dich in deine mentale Kraft. Wenn du ruhig bleiben kannst bei allem was man von dir erwartet und was von dir gefordert wird, kannst du deine Aufgaben besser und schneller erledigen und bist somit vor Überforderung geschützt. Wissenschaftliche Forschungen zeigen, dass die Meditation die Leistung des Gehirns erhöht, dass sie die Stimmung anhebt, sie den Schlaf unterstützt und auch deine Kreativität erhöht. Nur ein paar Minuten deines Tages der Meditation zu widmen, bringt dir also ein enormes Plus an Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit!

Wie solltest du beim meditieren sitzen?

Such dir einen ruhigen, warmen, gut durchlüfteten Raum oder Ort, wo du nicht gestört wirst. Setz dich auf einen Yogablog, eine Decke oder ein Meditationskissen. Wichtig ist, dass deine Wirbelsäule gerade ist, Kopf und Schultern entspannt, aber in einer Linie zur Wirbelsäule. Leg deine Handflächen im Schoss ineinander oder leg deine Hände auf deine Knie. Du kannst gerne Zeigefinger und Daumen aneinander legen um die Energie zu halten.

Wie beginnst du?

Schließe deine Augen, lenk deine Aufmerksamkeit nach innen. Zu deinem dritten Augen, den Punkt zwischen deinen Augenbrauen, oder zu deinem Herz, oder zu deinem Bauchnabel.  Leg den Fokus nun auf deine Atmung, du kannst zum Beispiel zählen, 3-4 Sekunden einatmen, 3-4 Sekunden ausatmen. Oder du konzentrierst dich, so wie ich das mache auf „Ich atme ein“ – „Ich atme aus“. Wenn deine Gedanken nicht zur Ruhe kommen wollen, lass sie einfach fließen und konzentriere dich weiter auf den gegenwärtigen Moment. Starte mit 5 Minuten am Tag. Ich weiss, dass hört sich wenig an, aber du wirst sehen, dass diese 5 Minuten, gerade am Anfang eine ganz schöne Herausforderung sein können. Wenn du dich sicher in den 5 Minuten fühlst, dann kannst du gerne steigern und länger sitzen.

Übrigens gibt es sehr viele Hörbücher zu dem Thema Meditation bei https://www.audible.de/. Wenn du also lieber mit einer geführten Meditation starten möchtest, dann hast Du hier viele Möglichkeiten, auszuprobieren, welche für dich die Richtige ist.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Meditieren!

Alles Liebe,

Jenny

 

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesüchtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen möchtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

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