Verlust

Wenn wir wirklich ehrlich und rein lieben, ist der Verlust eines geliebten Menschen oder der Verlust eines Tieres ein unfaßbarer Schmerz. Ich spreche nicht von dem Verlust, weil sich Lebenskonzepte ändern und sich dadurch Wege trennen, sondern ich spreche von dem endgültigen Verlust, dem Tod.

Der Tod bereitet mir sehr große Angst. Nicht mein eigener Tod, sondern der, der mein Leben verändern wird, weil er mir Menschen oder Seelengefährten nimmt, die ich auf immer vermissen werde. Die eine Lücke in meinem Leben hinterlassen, die nicht mehr zu schließen ist. In meinem Alter von Ende Dreißig hat man schon den ein oder anderen Menschen oder das ein oder andere Tier zu Grabe getragen. Jeder Verlust ist schwer, und jede Beerdigung hinterlässt ihre Spuren. Und ich frage mich, wann kommt der Moment, wo man jemanden nicht mehr vermisst, sondern sich liebevoll erinnert? Mit einem Lächeln im Gesicht und ohne Tränen? Oder gibt es Verluste im Leben bei denen es nie so sein wird, sondern die ein Leben lang schmerzen?

Ich habe vor einiger Zeit so einen Verlust erlitten und ich kann bis heute nicht darüber sprechen. Der Schmerz sitzt zu tief und das hinterlassene Loch ist zu groß. Natürlich ist der Tod unmittelbar mit dem Leben verknüpft, dass wissen wir alle, aber das Leben danach ist nicht mehr das, was es mal war…