Ausbildung zur Yogalehrerin Part 2

Als ich so mit meinem Auto durch den Westerwald fuhr, wurden die Orte immer kleiner, die Felder immer größer, und irgendwann hatte ich das Gefühl im absoluten Outback angekommen zu sein. Die Fotos von dem Fachwerkhaus kennt ihr ja schon von meinem vorherigen Beitrag. Ich habe erst kaum meinen Augen getraut, und dachte nur, dass ich es dort keine 3 Wochen aushalten würde. Wir hatten dort Zweibett,-und Dreibettzimmer, Männer und Frauen natürlich getrennt. Nach dem ersten Kennenlernen, verteilten wir uns auf unsere Zimmer. Alles etwas gewöhnungsbedürftig für jemanden wie mich, die zu dieser Zeit gerne viel Geld ausgab um im Urlaub im Luxushotel auszuspannen. Wir waren aber eine tolle Truppe, und somit sind wir in der ersten Woche schnell zusammen gewachsen.

Jeder Tag fing damit an, dass wir uns um 6Uhr morgens im Yogaraum zusammen gefunden haben und Bauchmuskelübungen gemacht haben, da diese für das Yoga äußerst wichtig sind. Danach gingen wir dann gegen 6:30Uhr in den Wald um dort Aura Übungen zu machen. Darunter konnte ich mir nicht wirklich viel vorstellen, und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch von den Übungen nicht viel gemerkt, aber abgesehen davon, war es für mich schon der absolute Wahnsinn, morgens um 06:30 Uhr, wohlgemerkt im November (!) in den Wald zu gehen. Und da dort wirklich noch unberührte Natur ist, konnten wir Rehe und andere Wildtiere in der Zeit beobachten. Man glaubt gar nicht wie erfrischt und wach man ist, wenn man dann eine Stunde später wieder zurück ins warme Haus kommt. Sowas macht man doch im realen nicht, oder? Also ich zumindest nicht… Nach dem morgendlichen Waldlauf, standen dann erstmal 1 1/2 Stunden Yoga auf dem Programm. Ihr glaubt gar nicht was ich in dieser Zeit für einen Muskelkater hatte! Ich habe auf jeden Fall sehr viel Magnesium zu mir genommen… Nach dem Yoga gab es dann immer ein sehr ausgewogenes Frühstück, was wir alle zusammen zubereitet haben. Frisches Müsli, geröstete Kerne, Quarkspeisen, Brötchen, alles was das Herz begehrt. Es war einfach schön zusammen mit 14 gleichgesinnten an einem Tisch zu sitzen, vorher Hand in Hand zusammen gearbeitet zu haben, und es sich dann schmecken zu lassen. Wir hatten immer unheimlich viel Spass und haben sehr viel gelacht und tolle Gespräche geführt. Nach dem Frühstück gab es immer eine Pause, in der die meisten sich nochmal hingelegt haben, nicht nur weil wir einfach schon kaputt waren, sondern auch um die Gedanken und Ereignisse denen wir die letzten Jahre ausgesetzt waren, Raum zu geben. Ihr glaubt gar nicht was alles an Gedanken und Geschehnissen hoch kommt, wenn man keine Ablenkung wie im realen Leben hat. Da merkt man dann schon, wie sehr man sich mit Internet, Musik und TV immer von allem ablenkt, was eigentlich in einem brodelt und verarbeitet werden will und muss.

Nach der Pause, die oftmals emotional sehr anstrengend war, wurden Mantras gesungen. Ich hatte vorher nur davon gehört und keine Ahnung davon, konnte mir aber auch nicht vorstellen, dass das was für mich ist. In einem späteren Blogbeitrag werde ich euch davon geneauer berichten. Es in ein paar Sätzen abzuhandeln, wäre zu schade und würde dem Thema nicht gerecht werden.

Nach dem Singen gab es Theorieunterricht, in dem wir viel über die Entstehung des Yogas, der verschiedenen Yogaformen, und der Anatomie des Körpers gelernt haben. Zum Abend hin gab es dann nochmal 1 1/2 Stunden Yogaunterricht, den immer ein anderer von uns führte, damit wir Rutine im Unterrichten bekamen, und ganz zum Schluss wurde nochmal gesungen…

Danach bereiteten wir uns zusammen immer ein leckeres Abendessen zu. Da wir ja eine schriftliche und theoretische Prüfung ablegen mussten, setzte sich jeder noch mal an seine Unterlagen um zu lernen, oder bereitete seine Yogastunde vor. Meist sind wir dann gegen 22Uhr einfach nur noch “tod” ins Bett gefallen, aber eins steht fest, ich kann mich nicht erinnern wann ich so tief und fest geschlafen habe, wie in diesen Wochen.

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Ausbildung zur Yogalehrerin Part 1

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Lasst es euch gut gehen!

Eure Jen

Autor: Jenny

Hi, ich bin Jen. Reisesüchtig, Yogaverliebt und ich mag gutes, gesundes Essen. Wenn du mehr von mir sehen und wissen möchtest, dann folge mir auf Instagram oder auf Facebook.

2 Gedanken zu „Ausbildung zur Yogalehrerin Part 2“

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